Stoffaufbereitung

Jegliches Rohmaterial („Halbstoff“) muss einem Mahlvorgang unterworfen werden, dessen Ausgestaltung den Charakter des Papiers bestimmt. Kollergang, Holländer, Refiner sind solche Anlagen. Wird die Faser zwecks guter Blattbildung nur gekürzt, bleibt also in ihrer schlauchförmigen Struktur erhalten („rösche“ Mahlung), wäre das Extrem z.B. Löschpapier. Wird aber die Faser defibrilliert, also zerstört („schmierige“ Mahlung), ergibt sich der Stoff für Transparentzeichenpapier. Jedes Papier ist also gekennzeichnet durch den zwischen den Extremen liegenden „Mahlgrad“.

Dem „Ganzstoff“ werden unterschiedlichste Stoffe beigemengt: Leimung für Schreib-, Offset- und andere Papiere, Farben, Schaumverhinderer und viele spezielle Chemikalien, von solchen für die Nassfestigkeit von Verpackungspapieren bis zu höchst geheimen Stoffen zur Fälschungssicherheit von Banknotenpapieren.

 

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