Papiermaschine / Siebpartie

1799 stellte der Franzose Louis-Nicolas Robert seine Erfindung einer mit Muskelkraft betriebenen Papiermaschine (PM) mit endlosem Sieb vor und schuf damit die Voraussetzung für die Papierherstellung im industriellen Maßstab. Die Maschine bestand aus zwei in gleicher Richtung drehbaren Walzen, um die ein endloses Sieb lief. Die mit einer Handkurbel betriebenen Walzen bewegten es in Längsrichtung. Die Stoffsuspension kam eimerweise aus der Bütte auf das Sieb. Die feuchte Papierbahn wurde auf einer Walze aufgewickelt und periodisch abgenommen und in Bogen geschnitten, die dann an der Luft wie die Wäsche getrocknet wurden. So konnte erstmals eine beliebig lange Papierbahn erzeugt werden. Der Engländer John Gamble erhielt 1801 das Patent für eine von ihm verbesserte Version dieser Maschine. Davon erhielten Londoner Papiergroßhändler, die Brüder Fourdrinier, Kenntnis. Als Finanziers, gemeinsam mit dem Ingenieur Bryan Donkin von der Firma Donkin and Hall in Dartford und Gamble als Spezialist für den Patentschutz, trieben sie die Entwicklung weiter voran, sodass eine wesentlich verbesserte Maschine 1804 in Frogmore (Hertfordshire) ihren Betrieb aufnehmen konnte. Sie erzeugte Papier nach dem gleichen Prinzip, allerdings schon mit großenteils eisernen anstatt der hölzernen Teile.

 

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