Geschichte 1834–– 1945

1834 wurde das Gelände an die " Seehandlungs-Societät“, ein Institut der Preußischen Staatsbank, verkauft, die aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges der „Patent-Papier-Fabrik zu Berlin“, einer AG mit Beteiligung der Seehandlung, auf dem Areal 1836-38 eine Papierfabrik bauen ließ, die  an die Berliner Aktiengesellschaft betriebsfertig verpachtet wurde. 1839 waren bereits wieder 90 Beschäftigte im Werk, größtenteils Frauen. Produziert wurden  Zeichen-, Schreib-, Seiden- und Tapetenpapiere. Die Papiere gingen vorrangig nach Berlin. Als Transportmittel dienten Kähne, später auch Pferdefuhrwerke. Im Gegenzug wurden Hadern (Lumpen), der damals einzige Rohstoff der Papierherstellung, nach Hohenofen geliefert. 1855 wurde die Fabrik an die Berliner Gesellschaft verkauft. Nach der Stilllegung des Berliner Werkes 1876 (bei Fortbestand der AG) wurde 1886 die Papierfabrik in Hohenofen privatisiert. Der bisherige Direktor Ludwig Kayser übernahm sie, gab sie jedoch bereits 1888 an den Papierfabrikanten August Woge aus Alfeld weiter, der die alte englische Donkin-Maschine durch eine moderne deutsche ersetzte und die Erzeugung von Feinpapieren vorantrieb. 1905 kaufte die Firma Felix Schoeller & Bausch aus Neu Kaliß in Mecklenburg die Hohenofener Fabrik und wandelte sie in eine GmbH um. 1917 gab sie die Anteile an Julius und Franz Ilig weiter. Deren Illiquidität 1929 wurde 1931 durch Zwangsvergleich beendet, doch kam die Fabrik nicht mehr durchgehend zur Produktion. 1937 war sie gänzlich am Ende. 1938 kauften Felix Schoeller & Bausch die Gesellschaft zurück und führten sie als Zweigwerk von Neu Kaliß fort.

 

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